Bevölkerung Georgien
Bevölkerung Georgien: Einwohnerzahl, Demografie, Regionen und Entwicklung
Die Bevölkerung Georgiens beträgt nach dem jüngsten offiziellen Stand 3.941.100 Einwohner zum 1. Januar 2026. Damit wuchs die Einwohnerzahl gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Die aktuellen Werte basieren auf den Ergebnissen der georgischen Volkszählung 2024 sowie auf den registrierten natürlichen Bevölkerungsbewegungen und Migrationsdaten des Jahres 2025. Wichtig: Die offiziellen Zahlen des georgischen Statistikamts Geostat berücksichtigen die von Georgien nicht kontrollierten bzw. besetzten Gebiete nicht.
Bevölkerung Georgien im Überblick
| Kennzahl | Aktueller Wert |
|---|---|
| Einwohnerzahl Georgien | 3.941.100 |
| Datenstand | 1. Januar 2026 |
| Veränderung zum Vorjahr | +0,3 % |
| Urbaner Bevölkerungsanteil | 62,7 % |
| Ländlicher Bevölkerungsanteil | 37,3 % |
| Einwohner Tbilisi | 1.369.400 |
| Anteil Tbilisi an der Gesamtbevölkerung | mehr als ein Drittel |
| Männer | 1.887.600 |
| Frauen | 2.053.500 |
| Geschlechterverhältnis | 92 Männer je 100 Frauen |
| Medianalter | 38 Jahre |
| Lebenserwartung 2025 | 76,0 Jahre |
| Lebenserwartung Männer | 71,4 Jahre |
| Lebenserwartung Frauen | 80,6 Jahre |
| Altersgruppe 0–14 Jahre | 19,0 % |
| Altersgruppe 15–64 Jahre | 62,9 % |
| Altersgruppe 65+ | 18,1 % |
Die Bevölkerung Georgiens ist stark auf Städte konzentriert. 2.472.500 Menschen leben in urbanen Siedlungen, während 1.468.600 Menschen in ländlichen Gebieten wohnen. Besonders prägend ist Tbilisi: Die Hauptstadt ist nicht nur politisches und wirtschaftliches Zentrum, sondern auch der mit Abstand größte demografische Schwerpunkt des Landes.
Was zählt zur Bevölkerung Georgiens?
Zur Bevölkerung Georgiens zählen nach internationaler Zählmethodik nicht nur georgische Staatsbürger, sondern alle Personen, die dauerhaft im Land leben. Die Volkszählung 2024 erfasste daher georgische Staatsbürger mit dauerhaftem Wohnsitz im Land sowie ausländische Staatsbürger und staatenlose Personen, die in Georgien ansässig waren. Die Zählung fand vom 14. November bis 31. Dezember 2024 statt; Referenzzeitpunkt war Mitternacht zwischen dem 13. und 14. November 2024.
Die endgültige Volkszählung 2024 ergab zum Referenzzeitpunkt 3.929.581 Einwohner. Davon waren 2.048.577 Frauen und 1.881.004 Männer. Die Fortschreibung auf den 1. Januar 2026 erklärt die leicht höhere aktuelle Bevölkerungszahl.
Historische Entwicklung der Einwohnerzahl Georgiens
Georgiens Bevölkerung hat sich seit dem Zerfall der Sowjetunion deutlich verändert. Nach den hohen Bevölkerungsständen der späten Sowjetzeit folgten Abwanderung, wirtschaftliche Umbrüche, sinkende Geburtenzahlen und regionale Konflikte. Die Volkszählung 2014 ergab 3.713.804 Einwohner und lag damit deutlich unter der vorherigen Zählung von 2002. Laut Geostat war die Bevölkerung 2014 um rund 657.731 Personen bzw. 15 % niedriger als 2002.
Nach den Geostat-Jahresständen lag die Einwohnerzahl am 1. Januar bei 3,7296 Mio. im Jahr 2018, 3,7364 Mio. im Jahr 2023, 3,6946 Mio. im Jahr 2024, nach der Volkszählungsneuberechnung bei 3,9304 Mio. im Jahr 2025 und schließlich bei 3,9411 Mio. im Jahr 2026. Die auffällige Anhebung ab 2025 hängt mit der Neubewertung der Bevölkerungsbasis nach der Volkszählung 2024 zusammen.
Regionale Verteilung der Bevölkerung in Georgien
Georgien ist demografisch kein gleichmäßig besiedeltes Land. Bevölkerung, Infrastruktur, Arbeitsplätze, Hochschulen und Dienstleistungen konzentrieren sich stark auf wenige urbane Räume, vor allem auf Tbilisi, Batumi/Adscharien, Imeretien, Kachetien und Kvemo Kartli.
Bevölkerung nach Regionen 2026
| Region | Bevölkerung 2026 | Urban | Ländlich |
|---|---|---|---|
| Georgien gesamt | 3.941.100 | 2.472.500 | 1.468.600 |
| Tbilisi | 1.369.400 | 1.309.000 | 60.300 |
| Adscharien A.R. | 413.200 | 279.900 | 133.300 |
| Gurien | 101.600 | 31.700 | 69.800 |
| Imeretien | 492.500 | 264.000 | 228.500 |
| Kachetien | 300.000 | 70.700 | 229.300 |
| Mzcheta-Mtianeti | 93.200 | 22.300 | 70.900 |
| Ratscha-Letschchumi und Kwemo Swanetien | 29.500 | 7.200 | 22.300 |
| Samegrelo-Semo Swanetien | 297.800 | 131.900 | 165.900 |
| Samzche-Dschawachetien | 155.500 | 58.800 | 96.700 |
| Kvemo Kartli | 440.100 | 192.800 | 247.300 |
| Shida Kartli | 248.400 | 104.200 | 144.200 |
Die Zahlen zeigen zwei zentrale Strukturen: Erstens lebt ein sehr großer Teil der Bevölkerung in und um Tbilisi. Zweitens bleiben viele Regionen trotz historischer Städte und landwirtschaftlicher Bedeutung ländlich geprägt. Besonders niedrig ist die absolute Einwohnerzahl in Ratscha-Letschchumi und Kwemo Swanetien, einer gebirgigen Region mit geringer Bevölkerungsdichte.
Tbilisi als demografisches Zentrum
Tbilisi ist der wichtigste Bevölkerungsmagnet Georgiens. Zum 1. Januar 2026 lebten 1.369.400 Menschen in der Hauptstadtregion. Bereits die Volkszählung 2024 hatte 1.331.485 Einwohner für Tbilisi ermittelt, was rund 34 % der damaligen Gesamtbevölkerung entsprach.
Die Dominanz Tbilisis hat mehrere Folgen: Die Stadt bündelt Arbeitsmarkt, Verwaltung, Universitäten, internationale Organisationen, Start-ups, Gesundheitsversorgung und einen erheblichen Teil der Wohnungsnachfrage. Für die Analyse des Landes ist Tbilisi deshalb nicht nur eine Stadt, sondern der zentrale demografische, wirtschaftliche und infrastrukturelle Knotenpunkt Georgiens.
Weitere wichtige Bevölkerungsräume
Nach Tbilisi gehören Imeretien, Kvemo Kartli und Adscharien zu den bevölkerungsreichsten Regionen. Imeretien ist historisch stark mit Kutaisi verbunden, Kvemo Kartli liegt im Süden und Südosten des Landes und ist ethnisch sowie wirtschaftlich vielfältig, während Adscharien durch Batumi, Hafenwirtschaft, Tourismus und Schwarzmeerlage besonders urban geprägt ist. Die Volkszählung 2024 wies Imeretien mit 510.741 Personen und Kvemo Kartli mit 441.630 Personen als zweit- und drittgrößte Regionen aus.
Stadt-Land-Verteilung und Urbanisierung
Die Bevölkerung Georgiens lebt mehrheitlich in Städten. Zum 1. Januar 2026 betrug der urbane Anteil 62,7 %. Damit ist Georgien heute deutlich urbaner als zur Volkszählung 2014, als der Anteil der städtischen Bevölkerung bei 57,2 % lag.
Die Urbanisierung verläuft jedoch regional sehr unterschiedlich. Tbilisi ist fast vollständig urban geprägt. Auch Adscharien weist wegen Batumi einen hohen städtischen Anteil auf. Dagegen bleiben Kachetien, Mzcheta-Mtianeti und Ratscha-Letschchumi/Kwemo Swanetien stark ländlich. Die Volkszählung 2024 nennt für Georgien insgesamt 2.442.231 Stadtbewohner und 1.487.350 Landbewohner zum Referenzzeitpunkt.
Altersstruktur: Georgien altert, bleibt aber arbeitsfähig
Die Altersstruktur Georgiens zeigt eine Gesellschaft im demografischen Übergang. Zum 1. Januar 2026 waren 19,0 % der Bevölkerung jünger als 15 Jahre, 62,9 % gehörten zur Altersgruppe 15 bis 64 Jahre und 18,1 % waren 65 Jahre oder älter.
Diese Struktur bedeutet: Georgien besitzt weiterhin eine relativ große Bevölkerung im Erwerbsalter, zugleich wächst der Anteil älterer Menschen. Der demografische Druck auf Renten, Gesundheitsversorgung und Pflege wird langfristig zunehmen. Besonders sichtbar ist die Alterung in den höheren Altersgruppen, in denen Frauen deutlich überrepräsentiert sind.
Größte Altersgruppen
Die Volkszählung 2024 zeigte, dass die größte Altersgruppe die 35- bis 39-Jährigen mit 7,6 % der Bevölkerung war. Danach folgten die Gruppen 10–14 Jahre mit 7,4 % und 30–34 Jahre mit 7,2 %. Bei den über 85-Jährigen war die Zahl der Frauen 2,6-mal so hoch wie die Zahl der Männer.
Medianalter und Lebenserwartung
Das Medianalter Georgiens lag zum 1. Januar 2026 bei 38 Jahren. Die Lebenserwartung bei Geburt betrug 2025 insgesamt 76,0 Jahre. Frauen erreichten im Durchschnitt 80,6 Jahre, Männer 71,4 Jahre. Daraus ergibt sich ein deutlicher geschlechtsspezifischer Unterschied von über neun Jahren.
Geschlechterverhältnis: Mehr Frauen als Männer
Georgien hat mehr Frauen als Männer. Zum 1. Januar 2026 lebten 2.053.500 Frauen und 1.887.600 Männer im Land. Das entspricht rund 52 % Frauen und 48 % Männern. Das Geschlechterverhältnis lag bei 92 Männern je 100 Frauen.
Auffällig ist der Altersverlauf: Unter 50 Jahren überwiegen Männer in vielen Altersgruppen leicht, ab 50 Jahren dreht sich das Verhältnis. In höheren Altersgruppen dominieren Frauen deutlich, vor allem wegen ihrer höheren Lebenserwartung. Diese Struktur ist für Gesundheitswesen, Pflege, Sozialpolitik und Haushaltsformen relevant.
Geburten, Sterbefälle und natürliche Bevölkerungsentwicklung
Georgien verzeichnet seit mehreren Jahren eine negative natürliche Bevölkerungsentwicklung. Im Jahr 2025 wurden 37.867 Lebendgeburten registriert. Die Geburtenrate lag bei 9,6 Geburten je 1.000 Einwohner.
Im selben Jahr wurden 44.319 Todesfälle registriert, bei einer Sterberate von 11,3 Todesfällen je 1.000 Einwohner. Damit starben 2025 6.452 Menschen mehr, als geboren wurden.
Warum wächst die Bevölkerung trotzdem leicht?
Trotz negativer natürlicher Entwicklung stieg die Gesamtbevölkerung 2025 leicht, weil die Nettozuwanderung positiv war. Die demografische Bilanz Georgiens wird aktuell also weniger durch Geburtenüberschüsse, sondern vor allem durch Migration stabilisiert. Genau darin liegt eine zentrale Besonderheit der aktuellen Bevölkerungsentwicklung.
Migration: Zuwanderung stabilisiert die Einwohnerzahl
Im Jahr 2025 wanderten 131.501 Personen nach Georgien ein, während 114.374 Personen auswanderten. Daraus ergibt sich eine positive Nettozuwanderung von 17.127 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr gingen sowohl Immigration als auch Emigration zurück.
Besonders wichtig: 85,9 % der Einwanderer und Auswanderer gehörten zur Altersgruppe 15–64 Jahre. Migration betrifft Georgien also vor allem im arbeitsfähigen Alter. Für Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Immobiliennachfrage, Universitätsstädte und regionale Entwicklung ist das entscheidend.
Herkunft und Staatsangehörigkeit der Migranten
Von den Einwanderern 2025 waren 62.073 georgische Staatsbürger, 20.139 russische Staatsbürger, 6.937 ukrainische Staatsbürger, 5.685 indische Staatsbürger, 5.341 türkische Staatsbürger und 5.574 aserbaidschanische Staatsbürger. Bei den Auswanderern waren 58.799 georgische Staatsbürger. Insgesamt waren 47,2 % der Einwanderer und 51,4 % der Auswanderer Staatsbürger Georgiens.
Ethnische Zusammensetzung Georgiens
Die neuesten detaillierten offiziellen Daten zur ethnischen Zusammensetzung stammen aus der Volkszählung 2014; die detaillierten Ergebnisse der Volkszählung 2024 sollen nach Geostat später veröffentlicht werden. Die Volkszählung 2014 wurde nicht in Abchasien und Südossetien durchgeführt, weshalb die ethnische Struktur dieser Daten den von der georgischen Zentralregierung kontrollierten Teil des Landes abbildet.
| Ethnische Gruppe | Anteil 2014 |
|---|---|
| Georgier | 86,8 % |
| Aserbaidschaner / Azeris | 6,3 % |
| Armenier | 4,5 % |
| Russen | 0,7 % |
| Osseten | 0,4 % |
| Jesiden | 0,3 % |
| Ukrainer | 0,2 % |
| Kisten | 0,2 % |
| Griechen | 0,1 % |
| Assyrer | 0,1 % |
| Andere | 0,4 % |
Georgien ist damit mehrheitlich georgisch geprägt, besitzt aber bedeutende Minderheitenregionen. Aserbaidschanische Gemeinschaften sind besonders in Kvemo Kartli vertreten, armenische Gemeinschaften vor allem in Samzche-Dschawachetien. Diese regionale Vielfalt beeinflusst Sprache, Religion, Bildungsfragen, lokale Politik und grenzüberschreitende Wirtschaftsbeziehungen.
Religion in Georgien
Religion spielt im gesellschaftlichen Selbstverständnis Georgiens eine wichtige Rolle. Laut Volkszählung 2014 gehörten 83,4 % der Bevölkerung der orthodoxen Kirche an. 10,7 % waren Muslime, 2,9 % gehörten der Armenisch-Apostolischen Kirche an. Kleinere Gruppen waren Katholiken, Zeugen Jehovas, Jesiden, Protestanten, Juden sowie Personen ohne Religionszugehörigkeit oder ohne Angabe.
| Religion | Anteil 2014 |
|---|---|
| Orthodoxe Christen | 83,4 % |
| Muslime | 10,7 % |
| Armenisch-Apostolische Kirche | 2,9 % |
| Katholiken | 0,5 % |
| Zeugen Jehovas | 0,3 % |
| Jesiden | 0,2 % |
| Protestanten | 0,1 % |
| Ohne Religion | 0,5 % |
| Nicht angegeben / verweigert | 1,2 % |
Sprachen in Georgien
Die dominierende Sprache ist Georgisch, eine südkaukasische Sprache mit eigenem Alphabet und hoher kultureller Bedeutung. Daneben werden regional Minderheitensprachen gesprochen, insbesondere Aserbaidschanisch, Armenisch, Russisch sowie weitere kaukasische und Minderheitensprachen. Sprachliche Vielfalt ist vor allem in Kvemo Kartli, Samzche-Dschawachetien, urbanen Zentren und Grenzregionen sichtbar.
Für Alltag, Verwaltung, Bildung und Immobiliengeschäfte ist Georgisch die zentrale Sprache. In Tbilisi, Batumi und touristisch geprägten Räumen sind zusätzlich Englisch und Russisch verbreitet, wobei die tatsächliche Sprachpraxis stark nach Generation, Branche und Region variiert.
Bedeutung der Bevölkerung für Wirtschaft, Immobilien und Infrastruktur
Die demografische Struktur Georgiens ist für die wirtschaftliche Entwicklung besonders relevant. Nicht die Gesamtzahl allein entscheidet über Nachfrage, sondern die Verteilung nach Stadt und Land, Altersgruppen, Haushalten, Migration und regionaler Kaufkraft. Die Konzentration auf Tbilisi, der hohe urbane Anteil und die positive Nettozuwanderung machen die Hauptstadt und ausgewählte Wachstumsräume demografisch deutlich dynamischer als viele ländliche Regionen.
Tbilisi und Batumi als Nachfragezentren
Tbilisi profitiert von seiner Rolle als Hauptstadt, Bildungszentrum, Verwaltungsstandort und Arbeitsmarktmagnet. Batumi und Adscharien profitieren zusätzlich von Tourismus, Schwarzmeerzugang und internationaler Sichtbarkeit. Diese demografischen und funktionalen Vorteile erklären, warum Wohnraum, Mietmärkte, Neubauprojekte und internationale Nachfrage dort stärker sichtbar sind als in dünn besiedelten Gebirgsregionen.
Ländliche Regionen vor strukturellen Herausforderungen
Viele ländliche Räume Georgiens stehen vor Alterung, Abwanderung und geringerer infrastruktureller Dichte. Regionen wie Ratscha-Letschchumi/Kwemo Swanetien haben geringe absolute Bevölkerungszahlen, während Kachetien trotz landwirtschaftlicher und touristischer Bedeutung stark ländlich geprägt bleibt. Für Regionalpolitik bedeutet das: Straßen, medizinische Versorgung, Schulen, digitale Infrastruktur und lokale Beschäftigung sind entscheidend, um demografische Schwäche auszugleichen.
Methodische Hinweise zur Datenlage
Die wichtigsten aktuellen Bevölkerungsdaten stammen vom National Statistics Office of Georgia – Geostat. Für die Einwohnerzahl 2026 ist die Schätzung zum 1. Januar 2026 maßgeblich. Für detaillierte Strukturmerkmale wie Ethnizität und Religion sind weiterhin die Ergebnisse der Volkszählung 2014 die wichtigste veröffentlichte Quelle, bis die vollständigen Detailtabellen der Volkszählung 2024 vorliegen. Geostat weist selbst darauf hin, dass detaillierte Endergebnisse der Volkszählung 2024 später veröffentlicht werden.
Wichtig ist außerdem der territoriale Bezugsrahmen: Die offiziellen Werte erfassen nicht die von Georgien nicht kontrollierten Gebiete. Vergleiche mit internationalen Datenbanken können deshalb abweichen, weil Schätzmethoden, Gebietsdefinitionen und Aktualisierungszeitpunkte unterschiedlich sind.
Die Bevölkerung Georgiens in einem Satz
Georgien hat 2026 rund 3,94 Millionen Einwohner, ist mehrheitlich urban, stark auf Tbilisi konzentriert, demografisch alternd, ethnisch überwiegend georgisch geprägt und wächst aktuell vor allem dank positiver Migration trotz negativer natürlicher Bevölkerungsentwicklung.
FAQ zur Bevölkerung Georgiens
Wie viele Einwohner hat Georgien 2026?
Georgien hat zum 1. Januar 2026 offiziell 3.941.100 Einwohner. Die Zahl basiert auf der Volkszählung 2024 und der Fortschreibung durch Geburten, Sterbefälle sowie Migration im Jahr 2025.
Wächst oder schrumpft die Bevölkerung Georgiens?
Die Gesamtbevölkerung Georgiens wuchs zuletzt leicht um 0,3 %. Natürlich schrumpft die Bevölkerung jedoch, weil 2025 mehr Menschen starben als geboren wurden. Das Gesamtwachstum entstand durch positive Nettozuwanderung.
Wie viele Menschen leben in Tbilisi?
In Tbilisi lebten zum 1. Januar 2026 rund 1.369.400 Menschen. Damit wohnt mehr als ein Drittel der georgischen Bevölkerung in der Hauptstadtregion.
Wie hoch ist der Stadtanteil der Bevölkerung in Georgien?
Der urbane Bevölkerungsanteil Georgiens liegt bei 62,7 %. Rund 2,47 Millionen Menschen leben in städtischen Siedlungen, etwa 1,47 Millionen in ländlichen Gebieten.
Welche Region Georgiens hat die meisten Einwohner?
Die mit Abstand bevölkerungsreichste Region ist Tbilisi. Danach folgen nach aktuellen Bevölkerungsständen unter anderem Imeretien, Kvemo Kartli und Adscharien.
Wie alt ist die Bevölkerung Georgiens?
Das Medianalter der georgischen Bevölkerung beträgt 38 Jahre. 19,0 % sind jünger als 15 Jahre, 62,9 % sind im Alter von 15 bis 64 Jahren und 18,1 % sind 65 Jahre oder älter.
Wie hoch ist die Lebenserwartung in Georgien?
Die Lebenserwartung bei Geburt lag 2025 bei 76,0 Jahren. Für Männer betrug sie 71,4 Jahre, für Frauen 80,6 Jahre.
Welche ethnischen Gruppen leben in Georgien?
Nach der Volkszählung 2014 waren 86,8 % der Bevölkerung ethnische Georgier, 6,3 % Aserbaidschaner bzw. Azeris und 4,5 % Armenier. Weitere Gruppen sind Russen, Osseten, Jesiden, Ukrainer, Kisten, Griechen und Assyrer.
Welche Religion dominiert in Georgien?
Die Mehrheit der Bevölkerung gehört der orthodoxen Kirche an. Laut Volkszählung 2014 waren 83,4 % orthodoxe Christen, 10,7 % Muslime und 2,9 % Angehörige der Armenisch-Apostolischen Kirche.
Warum unterscheiden sich Bevölkerungszahlen zu Georgien manchmal?
Abweichungen entstehen durch unterschiedliche Stichtage, Schätzmethoden, Datenquellen und territoriale Abgrenzungen. Die offiziellen Geostat-Daten erfassen die von Georgien nicht kontrollierten Gebiete nicht; internationale Datenbanken können andere Annahmen verwenden.


